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Buehne Landshut

Interessenverband der freien

darstellenden Künste

Bühne Landshut Zeitungsartikel

Gemeinsam mehr bewirken

 

Theater Hofberg, Nikola, Konrad und Go-Musica gründen "Bühne Landshut"

 

Von Sabrina Walter

 

  

Landshut. Dass man es als Theatermacher in Landshut in Sachen künstlerische Heimat und manchmal auch in puncto Wertschätzung nicht immer ganz leicht hat, davon können längst nicht nur die Profis, sondarn auch die Amateure ein Liedchen singen. Die Theater Hofberg, Nikola und Konrad sowie die Musicalgruppe Go-Musica haben sich deshalb zusammengeschlossen und jetzt den Interessensverband "Bühne Landshut" gegründet. Damit wollen sie den Weg für die Interessen non-professioneller Künstler in Stadt und Landkreis Landshut ebnen und gemeinsam mehr bewirken.
Über Jahrzehnte haben wir das Landshuter Kulturleben ziemlich erfolgreich bereichert, ohne dass wir nennenswerte Zuschüsse oder auch Anerkennung ideeller Art bekommen haben", so Reinhart Hoffmann vom Theater Nikola. Zusammengerechnet hatten die vier Amateur Gruppen pro Jahr rund 40 abendfüllende Produktionen auf die Beine gestellt und circa 8.000 Besucher erreicht, die sogar bis aus München zu Aufführungen kommen wüden. Aber das alles kostet natürlich auch etwas - von den Produktionskosten
bis hin zur Werbung. Es ist immer ein Drahtseil-Akt, um auf eine ,Schwarze Null' zu kommen.

Und dennoch, es geht uns mit der "Bühne Landshut" nicht primär um finanzielle Aspekte, sondern um festgestellte Defizite in derWahrnehmung unseres kulturellen Einsatzes.
Und zwar seitens der Verantwortlichen der Stadt, aber auch des Landkreises", betont Hoffmann.
Als Beispiel nennt er die Homepage der Stadt Landshut, auf der unter dem Link "Theater" nur das Landestheater und das Kleine Theater aufgefuhrt sind. "Das ist etwas, was uns sauer aufstößt."


Große Platzproblematik als eigentliche Triebfeder
Die eigentliche Triebfeder für die Gründung des lnteressensverbandes sei allerdings ein anderes, aktuell viel brisanteres
Problem gewesen. Einige der Gründungsmitglieder würden nämiich, so Hoffmann nachdrücklich, dringend Räume für Proben, für Requisiten, Kostüme und Beleuchtung brauchen. Zum  Tell sei der Fundus sogar auf Ensemblemitglieder verteilt worden in deren Zuhause gelagert. Deshalb haben wir uns gedacht, wir gründen diesen Verband und werden dann vielleicht einmal so stark, dass uns die Kommune zum Beispiel mit einem Gebäude unterstützt, das wir gemeinsam nutzen können."
Außerdem wolle man diese ,gemeinsame Plattform" auch dazu verwenden, um anderen künstlerischen Gruppen mit der langjährigen Erfahrung zu halfen, Fortbildungen anzubieten oder zukünftig ebenso Geld zu sparen. Es ist ja Irrsinn und kostet Unmengen, wenn sich jede Gruppe zum Beispiel immer eigene Technik anschafft. Die kann man ja auch bei Bedarf von den anderen nutzen."
Ob das am Ende alles so reibungslos klappen wird, wie sich die B+hne Landshut-Gründungsmitglieder das aktuell vorstellen, wird sich zeigen - zumal es ja auch Zeiten gab, in denen sich die Gruppen untereinander nicht ganz so wohlgesonnen waren.

"Dieser Gruppenegoismus, den einige pflegten, ist aber schon einige Zeit her" lächlt Reinhart Hoffmann darauf angesprochen. "Heute kommen die Leiter dieser Gruppen aus einer ganz anderen Generation. Wir haben erkannt, dass wir nur gemeinsam stark sein können - vor allem in Zeiten, in denen daß Kulturangebot immens ist und der Zuschauer nicht einfach mehr so leicht kommt."


Jede Gruppe behält ihre eigene Identität
Die "Bühne Landshut" solle deshalb auch unter anderem dafür genutzt werden, um mit gemeinsamen Infoständen oder Veranstaltungen auf die hiesige Qualität des Amateurtheaters und des ganzen darstellenden Bereiches hinzuweisen und dies
in die Käpfe der Leute zu bringen. "Ganz wichtig ist uns allen aber folgende Tatsache: Jede unserer Gruppen behält trotz
des Interessensverbandes oder angedachter gemeinsamer Projekte ihre eigene Identitat", betont Hoffmann. "Wir spielen nach wie vor in Nikola, die Konrader in Peter und Paul, die Hofberger im Förderer-Haus." Das nächste Ziel der vier Amateur
Theatergruppen müsse jetzt aber erst einmal sein, ein Gebäude mit ausreichend Platz für eine Probenbühne und den Fundus zu finden. "Und das auf jeden Fall in den nächsten ein zwei Jahren. Sonst können einige der Gruppen nicht mehr spielen." Und das ware für das Landshuter Kulturleben einmal mehr bedauernswert.  

Buehne Landshut

 

Sie haben die Idee zur "Bühne Landshut" umgesetzt:
Gerhard Daniel und Johanna Schickl (Hofberg Theater, v.l.), Petra Woidy-Kellner und Dr. Florian Leitl (Theater Konrad), Antonio D'Auria und Dieter Schmid-Hermann (GoMusica), Karlheinz Attenkofer und Reinhart Hoffmann (Theater Nikola Landshut). Foto: pm

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